Deutsche Meisterschaften 2010
In sehr guter Erinnerung werden die Rheda-Wiedenbrücker Rettungsschwimmer die Aquarena in Heidenheim/Baden-Württemberg behalten, aus der sie drei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille bei den 38. Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen fischten.
Weitere gute Resultate der Teams und Einzelstarter sorgten dafür, dass die DLRG Rheda-Wieden-brück(149 Pkt.) in der Clubwertung erneut den zweiten Rang hinter Luckenwalde/Brandenburg(179 Pkt.) und vor Halle-Saalekreis(139 Pkt.).
Mannschaft

hinten - Christoph Diermann, Julian Wiedenhaus, Philipp Schröder, René Wehlitz vorne - Fabienne Göller, Paula Mensing, Kimberly Winkenhoff, Meike Frantzheld
Zum Auftakt der Mannschaftswettbewerbe gab es gleich einen Doppelsieg für die AK 17/18 weiblich und männlich. Die favorisierten Mädels, Meike Frantzheld, Paula Mensing, Kimberly Winkenhoff, Claudia Schniedertöns und Fabienne Göller machten es dabei noch spannend, da sie in der Puppe-
staffel noch 200 Strafpunkte einsammelten. Am Ende ging der Deutsche Meistertitel mit 4240,92 Pkt. aber dennoch an die Emsstädterinnen vor Halle-Saalekreis(4229,87 Pkt.) und dem Dritten Emsdetten(4183,37 Pkt.). Die Rheda-Wiedenbrücker Jungs, aufgrund der Qualifikationspunkte der
Landesmeisterschaften nur auf Rang 14 vorplatziert, hatte niemand auf der Rechnung. Julian Wiedenhaus, Philipp Schröder sowie die beiden aus der AK 15/16 hochgezogenen Christoph Dier-mann und René Wehlitz schwammen fehlerfrei und gewannen den zweiten Titel für Rheda-Wieden-brück(4319,96 Pkt.) vor dem Ortsnachbarn Langenberg(4224,52 Pkt.) und Rendsburg(4146,99 Pkt.)
Auch die AK 15/16 weiblich räumte das Feld von hinten auf und erkämpfte sich die Bronzemedaille hinter dem Gewinner Magdeburg und dem Zweiten Emsdetten. Im erfolgreichen Team schwammen Hanna Walpuski, Lena Hegel, Melina Silberberg, Jana Schmedthenke und Lisa Wiedenhaus.
Die „Notbesetzung“ der Damen mit Alina Held, Susanne Kornek, Anne-Theresa Eidhoff, Anneke Haaser und Theresa Franz, die aufgrund ihrer Verletzung nur bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung zum Einsatz kam, schwamm einen guten Wettkampf, musste sich dann aber mit dem vierten Rang abfinden. In der 4x25 m Puppestaffel erzielte das Team mit 1:42,14 min die schnellste Zeit der Damenkonkurrenz.
Jan-Josef Diermann, Christian Pape, Jonas Lütkewitte, Anita Ludwig und Leslie Susat erzielten mit dem 7. Platz ebenfalls ein gutes Resultat. Im Hindernisschwimmen und im Gurtretter konnte das Team mit der Spitze mithalten, verlor aber den Anschluss in den Rückendisziplinen.
Die Silbermedaille verloren Jana Simon, Leonie Karaula, Sarah Titgemeyer, Judith Großeaschoff und Merle Stratkemper in der AK 13/14 weiblich nach einem Wechselfehler in der Rettungsstaffel, der mit zweihundert Strafpunkten geahndet wurde.
Die Herren um Felix Stieglmaier, André Held, Felix Radny und Robert Hübner erging es ebenfalls nicht besser. Die Disqualifikation in der 4x25 m Puppestaffel warf das Team auf Rang zwanzig in der Endabrechnung zurück.

v.l.: Melina Silberberg, Lisa Wiedenhaus, Jana Schmedthenke, Hanna Walpuski, Lena Hegel
Einzel

Christian Pape und Fabienne Göller
Nach dem guten Abschneiden bei den Mannschaftswettbewerben gingen die Rheda-Wiedenbrücker Einzelstarter selbstbewusst in die Einzelwettbewerbe.
Keine Nerven zeigte Nationalschwimmerin Fabienne Göller als Favoritin in der AK 17/18 weiblich und siegte mit 3012,10 Punkten vor Franziska Streit/Halle-Saalekreis(2950,79 Pkt.) und Sharleena Schwegmann/Gütersloh(2893,38 Pkt.) Gleich im 200 m Hindernisschwimmen erarbeitete sie sich in 2:29,24 min ein beruhigendes Punktepolster, das sie kontinuierlich im 50 m Retten und im 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen weiter ausbaute.
Topfit präsentierte sich Christian Pape in der AK 12 männlich. Mit drei neuen persönlichen Bestzeiten auf der Langbahn, im 50 m Hindernisschwimmen(0:32,23 min), dem 50 m Kombinierten Schwimmen (39,65 min) und mit der schnellsten Zeit von 0:23,12 min im 50 m Flossenschwimmen gewann er die
Silbermedaille hinter Hans Edelmann/Halle-Saalekreis.
Christoph Diermann(15.Platz) und Rene´Wehlitz(23.Platz) zeigten im ersten Jahr in ihrer neuen Altersklasse, der AK 15/16 männlich Leistungen mit Höhen und Tiefen. Während bei Diermann das 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen nicht im Bereich seiner Möglichkeiten lag, konnte
Wehlitz sein Leistungspotential im 50 m Retten nicht abrufen. Auf den jeweils anderen beiden Strecken zeigten beide zufriedenstellende Leistungen.
Ebenfalls eine Altersklasse höher in die AK 17/18 männlich ist Julian Wiedenhaus aufgestiegen. Trotz Strafpunkte im 50 m Retten schwamm er noch auf den 10. Platz. In 0:58,59 min schwamm im 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen schwamm er die schnellste Zeit seines Jahrgangs.
Florian Stieglmaier schwamm bei den Herren auf den 12. Platz der Mehrkampfwertung. Mit Rang fünf im 200 m Superlifesaver(2:29,87 min) erzielte er sein bestes Einzelstreckenresultat.
„Mit dem Abschneiden unserer Sportler bei den nationalen Titelkämpfen sind wir nahezu zufrieden“ so Teammanager Frank Hölscher nach Beendigung der Wettkämpfe. „Mit ein wenig Glück hätte uns in diesem Jahr bei der Clubwertung der Sieg gelingen können, da wir seit der Einführung der Wertung noch nie so dicht an Luckenwalde dran waren.“
