Europameisterschaften 2011

Mit dem Gewinn einer Gold- sowie zweier Silbermedaillen startete die DLRG Rheda-Wiedenbrück überaus erfolgreich in die Interclubwettbewerbe der 6. Europameisterschaften im Rettungsschwim-men in Alicante/Spanien.
Souverän gewannen Fabienne Göller und Theresa Franz ihren ersten Europameistertitel im Retten mit Seil. Als Vorlaufschnellste waren sie mit Titelambitionen in das Finale der besten acht Teams eingezogen, welches sie in 12,47 Sekunden mit großem Abstand vor dem Zweitplatzierten Team aus Ahrensburg 24,23 Sekunden für sich entscheiden konnten.
Nachdem Göller ihre Vorlaufzeit im 50 m Retten noch einmal um 0,61 Sekunden steigern konnte, schlug sie nach spannendem Rennen in 0:38,48 min an und gewann die Silbermedaille hinter der belgischen Nationalschwimmerin Hannemie Peters (0:38,35 min) vom Leuvense Reddingsclub und vor der Italienerin Alice Marzella(0:38,72 min) vom Rane Rosso Aquasport Club.
Silber mit neuem Vereinsrekord von 1:29,82 min gab es ebenfalls für die 4x25 m Puppestaffel der Damen der Emsstädter, die in der Besetzung Anne-Theresa Eidhoff, Anneke Haaser, Theresa Franz
und Fabienne Göller am Start war. Es siegte das Team aus Halle-Saalkreis(1:26,75 min), dritte wurden die Italienerinnen vom Team Centro Nuoto Nichelino(1:33,59 min).
Julian Wiedenhaus zeigte bei seinem zweiten großen internationalen Wettkampf ebenfalls eine starke Leistung im 200 m Superlifesaver. Er konnte seine bisherige Bestzeit um über fünf Sekunden auf 2:28,46 min verbessern, die Rang 19 bei den Herren bedeuteten.
Am zweiten Wettkampftag im Pool des MONTE TOSSAL Swimming Centers konnten die Rheda-Wiedenbrücker Athleten zwar keine Medaille mehr gewinnen, erzielten aber überwiegend noch gute Leistungen in den Finalläufen. Fabienne Göller schwamm in 1:18,57 min auf Platz 4 in der 100 m
Kombinierten Rettungsübung, verpasste mit nur 0,22 Sekunden Rückstand knapp den Bronzerang.
Enttäuschend verliefen dagegen die 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen für Göller. Zuerst verpasste sie das A-Finale mit einer Zeit von 1:04,32 min und musste dann im B-Endlauf eine Disqualifikation nach unsauberem Schleppen der Puppe hinnehmen.
In gleicher Disziplin egalisierte Julian Wiedenhaus seine bisherige Bestzeit und schlug nach 0:57,69 min auf Rang 31 an. Meike Frantzheld bewegte sich mit 1:10,46 min nahe am Bereich ihrer bisherigen Bestzeit und belegte den 45. Platz.
Einen versöhnlichen Abschluss des Tages schaffte die 4x50m Gurtretterstaffel der Damen, die sich überraschend für das Finale qualifizieren konnte und dort nach in 1:52,77 min einen guten 7. Platz belegte.


EM Qualifikation

Fabienne Göller
Eine enttäuschende Nachricht musste Fabienne Göller von der DLRG Rheda-Wiedenbrück Anfang der Woche von Bundestrainerin Susanne Ehling hinnehmen. Nach einer starken Qualifikation mit einem neuen Deutschen Rekord von 1:16,49 min in der 100 m Kombinierten Rettungsübung am vergangenen Wochenende, wurde Göller nicht für das Nationalteam zur Europameisterschaft im Rettungsschwimmen Mitte September in Alicante/Spanien nominiert.
Zwei weitere dritte Plätze auf den Einzelstrecken 50 m Retten(0:37,33 min) und 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen(0:59,75 min) sowie gute Staffelzeiten im 25 m Puppe- und 50 m Freistil-schwimmen konnten die Bundestrainerin überraschend nicht überzeugen.
„Wir werden die Quali exakt mit meinen Trainer Carsten Schlepphorst analysieren und anschließend konzentriert weiterarbeiten“ so Göller, denn die Europameisterschaft bleibt mein Saisonhöhepunkt.
„Mit dem Team der DLRG Rheda-Wiedenbrück werde ich noch auf meinen Einzelstrecken bei den Interclub Wettbewerben starten“.
Ende nächster Woche stehen für Fabienne Göller noch die Junioreneuropameisterschaften in Kopenhagen/Dänemark im Terminkalender, die allerdings nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur EM nach Spanien sind.
