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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Westfalen - Bezirk Kreis Guetersloh e.V. - OG Rheda-Wiedenbrueck

22. WM-Titel für Carsten Schlepphorst mit der 4x25 m Puppestaffel

Am gestrigen Dienstag (Ortszeit) starteten die Nationalmannschaftswettbewerbe der Rescue 2006 im Kardinia Aquatic Pool von Geelong, bei denen sich das Deutsche Team mit dem Rheda-Wiedenbrücker Carsten Schlepphorst  das Ziel gesetzt hat, wie schon bei der Rescue 2004 als weltbestes Team die Poolwettkämpfe zu beenden.

Der Auftakt dafür verlief erfolgversprechend. Besonders in den Staffeln konnten die deutschen Damen und Herren Punkten und Medaillen sammeln. Carsten Schlepphorst holte mit der 4 x 25 m Puppestaffel, in der er Startschwimmer war, seinen 22. WM-Titel in einer Zeit von 1:15,52 min hauchdünn vor Spanien 1:15,60 min und Südafrika 1:17,84 min. Mit ihm im Team schwammen noch Lutz Heimann, Hagen Leditschke und Sören Borch. Die Zeiten in der Staffel sind gegenüber der letztjährigen EM langsamer geworden, da aufgrund einer Regelwerksänderung, das Gesicht der Puppe zu 100 % beim Schleppen über der Wasseroberfläche befinden muss.

Mit dem dritten Platz und der Bronzemedaille in der 4x50 m Gurtretterstaffel holte sich Schlepphorst seine zweite Medaille am ersten Wettkampftag. Es siegte in Weltrekordzeit überraschend das Team aus den USA (1:33,01 min) vor Italien 1:33,63 min und der deutschen Staffel (1:33,85 min). Als amtierender Weltrekordhalter war die Staffel mit dem Ergebnis allerdings nicht zufrieden. „Hier wäre mehr drin gewesen als die Bronzemedaille, da der Wechsel mit dem 3. Schwimmer Lutz Heimann nicht wie gewohnt klappte. Ich hatte Probleme in den Gurt zu kommen und während der gesamten 50 m Strecke das Seil des Gurtretters zwischen den Beinen so dass ich nicht meinen Beinschlag voll durchziehen konnte“ so Schlepphorst nach dem Rennen.
Zur Halbzeit der Poolwettkämpfe lag das Deutsche Team in der Nationenwertung mit 145 Pkt knapp vor Italien 141 Pkt und dem Gastgeber Australien 129 Pkt.

Am morgigen Mittwoch geht Carsten Schlepphorst in sein Einzelrennen, dem 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen, in dem er noch einmal alles daran setzen wird sich den Titel zurückzuerobern, den er von 1996 bis 2002 inne hatte. Desweiteren ist er noch in der Staffel „Retten mit Seil“ und im SERC (Erste-Hilfe Wettkampf), bei dem er die Teamleitung übernimmt am Start.


Der 2. Wettkampftag der Nationalmannschaften im Pool der Rescue 2006 war für das Deutsche Team durch Höhen und Tiefen geprägt, die auch Carsten Schlepphorst von der DLRG Rheda-Wiedenbrück betrafen.

Beim Erste-Hilfe Wettkampf, bei dem innerhalb von zwei Minuten Schwerpunkte zur Rettung der Opfer einer Unfallsituation im und am Wasser gelegt werden müssen, konnte das vierköpfige Team mit Carsten Schlepphorst den 12. Platz belegen und damit noch Punkte für die Nationenwertung einfahren.

In der Staffel Retten mit Seil schied Schlepphorst mit Partner Martin Bürger, nach einem Fehlwurf und einer Endzeit von 0:24,3 min bereits im Vorlauf aus.

Sehr enttäuschend verlief für den Emsstädter allerdings seine Spezialdisziplin das 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen, auf das er seine Trainingsvorbereitung besonders konzentriert hatte. Hier konnte er sich nur für das B-Finale qualifizieren. In diesem schwamm er für ihn indiskutable 0:55,98 min und belegte damit den 10. Platz. Es siegte Nationalmannschaftskollege Lutz Heimann in 0:51,74 min, womit er erstmals den Titel auf dieser Strecke gewann.

Die Poolwertung gewann das Team aus Italien vor Deutschland, Spanien und Gastgeber Australien, womit sie erfolgreich Revanche für die Rescue 2002 nahmen, bei der die Deutschen vor Gastgeber Italien lagen.

Die nächsten zwei Tage finden für die Nationalmannschaften die Ocean– und Stranddisziplinen in Lorne statt. Hier sind die Europäer abgesehen von den Sprintdisziplinen am Stran  und dem Rescue-Tube Rescue Race (Gurtretterstaffel) krasse Außenseiter und die Teams aus Australien, Südafrika und Neuseeland werden stark auftrumpfen.