Ehrungen und Abschluss 2011
Einen Rückblick auf die Aktivitäten im Jahr 2012 hielt der 1. Vorsitzende der DLRG Rheda-Wiedenbrück Hans-Albert Lange bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Die Ressort-verantwortlichen berichteten über den Ausbildungsstand, den Aktivitäten in den verschiedenen technischen Bereichen sowie über den Rettungssport.
Durch die Hallenbadrenovierung mussten im Ausbildungsbetrieb einige Übungsstunden umgestellt werden, was aber in Zusammenarbeit mit allen wassersporttreibenden Vereinen sowie mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück sehr gut gelang.
Die wesentliche Aufgabe der DLRG ist die Schwimmausbildung. So erlernten vierundvierzig Kinder das Schwimmen und beendeten den Kurs mit der Seepferdchenprüfung. Eine große Anzahl Kinder steht noch auf einer Warteliste zum Anfängerschwimmen. In den Aufbaugruppen wurden zweiund-dreißig Prüfungen zum Jugendschwimmabzeichen Bronze, zweiunddreißig in Silber und siebzehn in Gold bestanden. Die Anzahl der Rettungsschwimmabzeichen ging in 2011 leicht zurück, so wurden vierzehn Bronze, vierundzwanzig in Silber und eine Prüfung in Gold abgelegt.
Bereits zum dreiundvierzigsten Mal absolvierten die Rettungsschwimmer der DLRG Rheda-Wieden-brück unter Leitung von Hans-Albert Lange in den ersten drei Wochen der Sommerferien von Nordrhein-Westfalen ihren ehrenamtlichen Rettungswachdienst in Pelzerhaken an der Ostsee. Insgesamt wurden 3570 Wachstunden ohne besondere Vorkommnisse in Pelzerhaken geleistet.
In der Vorsaison sorgte die „Seniorenwache“ der Rheda-Wiedenbrücker für die Sicherheit der Badegäste. Mit Wehmut verließen die Wachgänger in diesem Jahr die Rettungsstation, wurde sie doch nach den Sommerferien abgerissen. Doch die Vorfreude auf das nächste Jahr ist schon groß, da sich eine neue moderne Rettungsstation an gleicher Stelle im Aufbau befindet.
Aufgrund des schlechten Wetters fielen nur 30 Stunden Wachdienst zur Unterstützung der Schwimmmeister im Freibad Wiedenbrück an.
Jugendwartin Jana Pierenkemper berichtete ebenfalls von vielen Aktivitäten der DLRG Jugend, wie dem Pfingstlager, dem Schlittschuhlaufen, einem Nikolausschwimmen und weiteren Aktionen.
Im Rettungssport konnten die Emsstädter national und international wieder viele Erfolge erzielen. Die internationalen Aushängeschilder waren 2011 einmal mehr Fabienne Göller Franz und die Damenmannschaft der DLRG Rheda-Wiedenbrück.
Ein letztes Mal durfte Fabienne Göller mit dem Nationalteam bei den Junioreneuropameisterschaften in Kopenhagen/Dänemark starten. Vier Medaillen, davon 2 Einzeltitel, konnte Göller bei der JEM gewinnen. Bisher einzigartig, war der fünfte EM-Titel in Folge im 50 m Retten, was vor Ihr noch keiner Sportlerin gelungen ist. Einen weiteren Titel gewann sie mit der 4x25 m Puppestaffel.
Zum Saisonhöhepunkt flogen die Rheda-Wiedenbrück Rettungssportler zur Europameisterschaft nach Alicante/Spanien. Europameister wurden Fabienne Göller und Theresa Franz im Retten mit Seil. Silber gewann Göller im 50 m Retten sowie mit Franz, Anne-Theresa Eidhoff und Anneke Haaser mit der 4x25 m Puppestaffel.
Mit dem Nationalteam gewann Göller erneut den Deutschlandpokal und erreichte als beste deutsche Sportlerin den 10. Platz in der Mehrkampfwertung.
Für die Deutschen Meisterschaften in Bremen hatten sich acht Teams qualifiziert. Drei Titel und zwei Bronzemedaillen sowie weitere gute Platzierungen konnten die Emsretter im Unibad gewinnen.
In den Mannschaftswettbewerben holte die AK 13/14 weiblich mit Judith Großeaschoff, Sarah Titgemeyer, Celine Poppe und Anita Ludwig den Deutschen Meistertitel. Bronze gewannen die Damen mit Anne-Theresa Eidhoff, Alena Held, Anneke Haaser und Fabienne Göller.
Zwei Einzeltitel gingen im 50 m Retten und in der 100 m Kombinierten Rettungsübung erneut an Fabienne Göller. Die Ak 17/18 männlich stellte in der 4x50 m Rettungsstaffel einen neuen Junioreneuroparekord auf.
Für vierzigjährige Vereinstreue wurden Peter Elebracht, Dietmar Grochtdreis, Hermann-Josef Pierenkemper, Christian Schnieder und Thomas Tandecki ausgezeichnet.

1. Vorsitzender Hans-Albert Lange, Hermann-Josef Pierenkemper, Dietmar Grochtdreis und der 2. Vorsitzende Thomas Busse
Eine besondere Auszeichnung, das goldene Verdienstabzeichen der DLRG, erhielt Rolf Kissenbeck aus den Händen der Präsidentin des Landesverbandes Westfalen Anne Feldmann.
In der Laudatio wurden seine außergewöhnlichen Verdienste für die DLRG hervorgehoben. So ist Kissenbeck unter anderem seit 40 Jahren Rettungstaucher, ist Tauchwart und Erste-Hilfe Ausbilder in der Ortsgruppe und ist seit 1986 im Vorstand tätig.

Anne Feldmann mit Rolf Kissenbeck und Hans-Albert Lange
